Ein Haus oder eine Wohnung zu verkaufen, obwohl eine Person dort weiterhin wohnen darf, ist möglich, erfordert aber sorgfältige Vorbereitung. Ein lebenslanges Wohnrecht entsteht häufig im Rahmen einer vorweggenommenen Erbschaft, wenn Eltern die Immobilie übertragen und sich die Nutzung sichern. Auch bei Immobilienverrentungen oder familiären Vereinbarungen spielt dieses Recht eine Rolle. Für Verkäufer bedeutet das: Die Immobilie bleibt handelbar, aber der Wert, die Zielgruppe und die Vertragsgestaltung verändern sich deutlich.

 

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Einfluss des Wohnrechts auf den Immobilienwert

Wird ein Wohnrecht im Grundbuch vermerkt, kann dies den Wert einer Immobilie reduzieren. Käufer haben dadurch eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten, was sich auf den Marktwert auswirkt. Sachverständige bewerten zunächst die Immobilie ohne das Wohnrecht und ziehen dann den Kapitalwert des Wohnrechts ab. Dabei wird berücksichtigt, welche Miete für die betroffenen Räume marktüblich wäre und wie lange das Wohnrecht voraussichtlich bestehen wird.

Bei einem lebenslangen Wohnrecht ist die statistische Lebenserwartung der berechtigten Person von Bedeutung. Laut Manfred Schneider von M & S Immobilien GmbH in Aalen: „Je jünger die Person mit Wohnrecht ist und je umfassender das Recht, desto größer der Wertabschlag.“ Der Unterschied zum Nießbrauch ist wichtig: Ein Wohnrecht bezieht sich meist auf die eigene Nutzung, während Nießbrauch auch Mieteinnahmen umfassen kann.

Interessentenkreis für Immobilien mit Wohnrecht

Nicht jeder Käufer ist an einer Immobilie mit Wohnrecht interessiert. Wer plant, schnell einzuziehen oder sofort Mieteinnahmen zu erzielen, ist oft nicht die Zielgruppe. „Kapitalanleger, die langfristig denken und einen reduzierten Kaufpreis akzeptieren, könnten jedoch interessiert sein“, erklärt Schneider. Auch Käufer aus dem familiären Umfeld oder Investoren mit Erfahrung in speziellen Vertragskonstellationen kommen in Betracht. Eine transparente Vermarktung ist entscheidend. Das Wohnrecht sollte klar erklärt werden, um realistische Erwartungen zu schaffen und spätere Unsicherheiten zu vermeiden.

Präzision im Kaufvertrag bei Wohnrecht

Beim Verkauf einer Immobilie mit Wohnrecht sind klare Vertragsregelungen unerlässlich. Der Kaufvertrag muss genau festhalten, welche Räume genutzt werden dürfen, ob Gemeinschaftsflächen zugänglich sind und wer für laufende Kosten, Instandhaltung oder Nebenkosten verantwortlich ist. „Ein genauer Blick ins Grundbuch ist ebenso wichtig,“ betont Schneider. „Dort sieht man, ob das Recht bestehen bleibt, gelöscht werden kann oder wie es rangiert.“ Käufer benötigen Planungssicherheit, Verkäufer Rechtssicherheit und die wohnberechtigte Person muss geschützt sein. Eine enge Zusammenarbeit von Notar, Gutachter und Makler ist daher notwendig, bevor ein Preis festgelegt oder ein Vertrag unterschrieben wird.

Planen Sie den Verkauf einer Immobilie in Aalen, der Region Ostwürttemberg oder weltweit, in deren Grundbuch ein Wohnrecht oder Nießbrauch eingetragen ist? Wir analysieren die Situation, bewerten den Marktwert und sprechen gezielt Käufer an, die diese Besonderheit verstehen. Kontaktieren Sie uns für eine diskrete und fundierte Einschätzung.

 


 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT

 

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